Zuständige Behörde (BH Neunkirchen) kontrolliert Hamburger mehr als 10 Jahre lang nicht ordnungsgemäß ….

Für Kesselanlagen und Abfall(mit)Verbrennungsanlagen müssen jährlich sogenannte Emissionserklärungen an die zuständigen Behörden abgegeben werden, also auch von der Firma Hamburger.
Diese Erklärungen geben u.a. Auskunft über
- Art und Menge von eingesetzten Brennstoffen
- Anzahl der Betriebsstunden
- Störungen
- Emissionen von Schadstoffen
- Grenzwertüberschreitungen und deren Ursache
- Emissionsmessungen durch außerbetriebliche Stellen

Auf einen einfachen Nenner gebracht erfahren wir durch solche Erklärungen, wie viele Schadstoffe uns durch die Verbrennungsanlagen der Firma Hamburger jährlich auf den Kopf fallen …
In diesen Erklärungen wird auch Bezug genommen auf den Bescheid der Behörde, durch den die Verbrennung in diesen Kesseln genehmigt wurde. Dadurch ist auch automatisch eine Kontrolle gegeben, ob die Firma sich auch an die Bescheidauflagen hält.
APFEL wollte in diese Erklärungen Einsicht nehmen und bat die BH Neunkirchen um Einsichtnahme. Nach monatelanger Verzögerung übergab die BH Neunkirchen am 14.08.2006 endlich die Emissionserklärungen der Firma Hamburger von 1992 bis 2005.

Diese, der BH vorliegenden „Originale“, waren ausnahmslos Kopien, hatten keinen Eingangsvermerk der Behörde, der Ordnerrücken trug den Firmenstempel der Hamburger GmbH, ein – versehentlich im Ordner liegendes - Begleitschreiben vom 09.08.2006 dokumentierte, dass die Protokolle für die letzten 12 Jahre erst am 08.08.2006 von der BH Neunkirchen angefordert worden waren, also offenbar gar nicht bei der BH auflagen.

Dadurch ist auch erklärbar, dass die Behörde nicht überprüfen konnte, ob sich Hamburger an die Bescheidauflagen hält …..
Es hätte auffallen müssen , dass Hamburger nahezu 6 mal so viel Klärschlamm in ihrem Wirbelschichtkessel verbrennt, wie im Bescheid erlaubt ist …