Bescheid der BH Neunkirchen untersagt Errichtung einer Müllverbrennungsanlage

Mit Bescheid 12-B-8977 vom 7. Jänner 1992 hat die BH Neunkirchen der Firma Hamburger die Genehmigung zur Verbrennung von 10.500 t Klärschlamm pro Jahr aus der betriebseigenen Kläranlage genehmigt. In diesem – noch immer gültigen Bescheid - hat die Behörde den bereits im Jahr 1991 festgestellten Umweltschäden (Kronenverlichtungen und Vitalitätsschwächungen)
Rechnung getragen und deshalb auf Seite 26 verfügt:

"Zieht man die besondere Wertigkeit der betroffenen Waldbestände in ihrer Schutz-, Wohlfahrts- und Erholungsfunktion heran, muß die Schwefelemission weiter gesenkt werden und dürfen neben dem Wirbelschichtkessel 4 nur erdgasbetriebene Dampfkesselanlagen eingesetzt werden“.

Nachdem der Betrieb des Wirbelschichtkessels 4 weiter aufrecht bleibt, darf die Firma Hamburger aufgrund dieses Bescheides keine anderen als erdgasbetriebene Dampfkessel
einsetzen.

EINE MÜLLVERBRENNUNGSANLAGE DARF DESHALB AN DIESEM STANDORT NICHT ERRICHTET WERDEN, DAS PROJEKT DÜRFTE DEMNACH NICHT EINMAL ZUR DISKUSSION STEHEN!
TROTZDEM WILL DIE NÖ LANDESREGIERUNG DIE MÜLLVERBRENNUNGSANLAGE FÜR HAMBURGER MIT ALLEN MITTELN DURCHZIEHEN.