Wir haben nach einiger Zeit unsere Homepage wieder aktiviert. Aktueller Anlass dazu ist der Entscheid des Verwaltungsgerichthofes zugunsten von Hamburger. Ein weiterer Grund ist der kürzlich erfolgte Verkauf der Steinthal-Deponie, der uns große Sorgen bereitet.

Wir bitten deshalb um Nachsicht, dass die HP noch nicht fertig ist, wir arbeiten noch daran.

Brigitta Moraw

 

Geplante Müllverbrennungsanlage der Hamburger GmbH und Hamburger Recycling GmbH in Pitten und Seebenstein

(Wenn man etwas finden will, findet man etwas. Wenn man nichts finden will, findet man nichts)

 

Der Verwaltungsgerichtshof der Republik Österreich (3. und letzte Instanz) hat leider alle unsere Beschwerden gegen den Bescheid des Umweltsenates (2. Instanz) für die Errichtung der von Hamburger geplanten Müllverbrennungsanlage als unbegründet abgewiesen.

In dieser Erkenntnis vom 20. November 2014, das uns am 16. Dezember 2014 zugestellt wurde, versucht der Verwaltungsgerichtshof auf 102 Seiten zu erklären, warum unseren Beschwerden nicht Rechnung getragen wurde.

Abgesehen davon, dass dieser Entscheid Widersprüche in sich selbst aufweist, wird auch immer wieder Kritik geübt an den einschreitenden Anwälten. So kann man lesen:

„Die Partei hat nicht dargelegt, zu welchem anderen Ergebnis die Behörde hätte kommen müssen“, „die Parteien stellen auch nicht korrekt dar, was sie im Falle des Nichtbestehens des von ihr behaupteten Verfahrensmangels vorgebracht hätten. Sie zeigen somit dessen Relevanz nicht auf“, “In der Beschwerde wird nicht konkret dargelegt, weshalb die belangte Behörde zu einer anderen Entscheidung gekommen wäre“, „…ist nicht ersichtlich, welche gesetzliche Bestimmung dadurch verletzt worden wäre“….

Wir weigern uns zu glauben, dass mehrere Anwälte von renommierten Kanzleien nicht wissen, wie sie eine Beschwerde beim VwGH einzubringen haben!

Ganz besonders verwundert uns jedoch der Umstand, dass der Verwaltungsgerichtshof seinen Entscheidungsgründen u.a. einen - wie wir wiederholte Male aufgezeigt haben - i l l e g a l e n Bescheid vom 29. Jänner 2007 zu Grunde legt.

Profitgier hat gewonnen.                                                                                                                                                                                                                                                      Auf der Strecke bleiben die betroffenen Menschen und die Umwelt.

Wir werden aber trotzdem weiter kämpfen. Wir stehen für eine sinnvolle Symbiose von Wirtschaft und Umwelt, wir weigern uns aber tatenlos zuzusehen, wie unser Lebensraum aus Profitgier zerstört wird.

 

Endlich wurde diesem Wahnsinn ein Ende bereitet!

Der Verwaltungsgerichtshof hat mit Erkenntnis vom 26.4.2012 den Bescheid des Umeltsenats zur Errichtung der Müllverbrennungsanlage Heiligenkreuz wegen Rechtswidrigkeit des Inhaltes aufgehoben. http://www.buergeraktiv.at/?q=node/271.

Wir freuen uns mit den betroffenen BürgerInnen und gratulieren den Kämpfern der Bürgerinitiative "bigas" ganz herzlich.

Das Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes läßt auch uns wieder hoffen, dass der Rechtsstaat Österreich doch noch funktioniert, und dass skrupellose Manager und Politiker sich nicht grenzenlos über Gesetze hinweg setzen können.


Wie lange noch wollen korrupte, geldgierige Manager unsere Umwelt auf Kosten der Menschen ausbeuten?

Das Erste Deutsche Fernsehen berichtet in seiner Sendung „Markt oder Moral“ am 16.4.2012 über die Machenschaften von skrupellosen Managern des Thyssen-Krupp Konzerns in Rio de Janeiro.

Wie lange dürfen profitgierige Manager sich noch weltweit über das Leben von Menschen hinwegsetzen ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden?

Große Konzerne und reiche Industrielle sind nicht daran interessiert, dass die Bevölkerung zu ihrem Recht kommt, dass die Umwelt erhalten bleibt. Für sie gibt es nur ein Ziel – Profitgier.

Sie haben überhaupt keine Hemmschwellen mehr, selbst dann nicht, wenn Menschen zu Schaden kommen, krank werden oder sogar sterben …

In welcher Welt leben wir? Und wie lange noch?

Verschwenden diese angeblichen Vertreter des „Homo sapiens“ nicht einen einzigen Gedanken daran, wie es sein wird, wenn alle Ressourcen erschöpft und unsere Umwelt und damit unser Lebensraum kaputt sind?

Offensichtlich nicht!

GIER FRISST HIRN

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